Im Januar stehen die 3 hellen Planeten Mars, Saturn, Jupiter am Abendhimmel. Von
Mitte Januar bis 26. Januar. zieht der zunehmende Mond an ihnen vorbei.
Vom 1. bis 5. Januar kann man in der zweiten Nachthälfte nach den Quatrantiden
Ausschau halten. Der Radiant bzw. Ausgangspunkt am Himmel liegt im Sternbild Bootes
(Bärenhüter). Das Maximum beobachtet man in der Nacht vom 3. auf 4. Januar, dann kann
man bis zu 100 Ereignisse pro Stunde zählen. Es sind schon in manchen Jahren bis zu 200
Sternschnuppen pro Stunde gezählt worden. Im Vergleich zu anderen Meteorströmen ist
dieser also relativ ergiebig. Ein Blick um diese Zeit zum Himmel kann belohnt werden. Der
Komet, der diese Spuren hinterlassen hat, ist nicht bekannt.
Ab Mitte Februar wiederholt sich dieser Vorgang. Am 23. Februar um 3h54m MEZ bedeckt der
Mond den Planeten Jupiter. Allerdings in einer sehr ungünstigen Position, (5.7° über dem
nordwestlichen Horizont - bei Azimut 300°) also kurz vor dem Untergang der Gestirne. Weder
der Zeitpunkt, noch die Position des Ereignisses machen es jedoch attraktiv für den
interessierten Himmelsbeobachter.
Vom 6.-9. Februar kann man die Alpha-Aurigiden beobachten. Ihr Radiant liegt in der
Nähe von Kapella, dem Hauptstern des Sternbildes Fuhrmann. Sie haben kein ausgeprägtes
Maximum, die beste Beobachtungszeit ist um Mitternacht.
Im März wird der gegenseitige Abstand der Planeten kleiner, während sie sich dem westlichen
Horizont nähern. Mitte März passiert der Mond wieder die Gruppe, Mars steht jetzt nur noch
ca. 15° über dem Horizont.
Virginiden, siehe April.
Mitte April taucht die Venus am Abendhimmel auf, sie ist nach Sonne und Mond das hellste
Objekt am Sternenhimmel und wird so zum "Abendstern". Wir können jetzt die 4 hellsten
Planeten über dem westlichen Horizont beobachten. Zu diesem Zeitpunkt erscheint auch der
Mond wieder und zieht an der Gruppe vorbei.
Im März und April kann man um Mitternacht die die Virginiden mit ihrem Radiant in der
Jungfrau beobachten. Anfang April erreichen sie ihr Maximum mit einigen Ereignissen pro
Stunde.
Vom 12.-24. April sind die Lyriden aktiv, ihr Radiant liegt in der Leier, die beste
Beobachtungszeit ist ab Mitternacht bis 4 Uhr. Das Maximum am 22. April mit 10 bis 20
Ereignissen pro Stunde ist nicht spektakulär.
Mitte Mai stehen dann alle mit bloßem Auge sichtbaren Planeten über dem westlichen
Horizont, da sich nun auch Merkur kurz zeigt. Der Mond taucht jetzt auch auf , um an der
Gruppe wieder vorbeizuziehen. Ein seltener Anblick, gerade passend für den Ausklang eines
schönen Maientages!
Die Eta-Aquriden auch Mai-Aquariden genannt , kann man vom 1.- 8. Mai beobachten.
Das Maximum findet am 5. Mai statt, mit ca. 20 Ereignissen pro Stunde. Der Radiant
liegt im Wassermann, der um diese Zeit nahe am Horizont liegt, daher sind die Aquariden
nur in südlichen Breiten von Bedeutung. Der Ursprung dieses Meteorstroms wird auf den
Kometen Halley zurückgeführt.
Ab Mitte Juli sind dann alle Planeten ausser Venus am Abendhimmel verschwunden. Der
Abendstern ist nun der Glanzpunkt des Abends am Sternenhimmel, allerdings nur ca 10°
über dem westlichen Horizont. Am 13. Juli steht der Mond in ihrer Nähe.
Am 8. und 9. Juni kann man nach den Libriden Ausschau halten. Der Radiant ist im
Sternbild Waage zu finden.
Um den 28. Juni sind die Draconiden im Drachen zu beobachten.
Anfang August verschwindet die Venus dann wieder, der Abendhimmel ist jetzt nur von
Sternen bevölkert, und zetweise natürlich noch vom zunehmenden Mond, der ja ca. alle 29,5
Tage die Erde in Bezug zur Sonne (und damit von Phase zu Phase) umrundet.
Im August sorgen die Perseiden mit ihrem Maximum vom 10.-14. August für den
schönsten und intensivsten Strom des Jahres. Es können bis zu 90 Ereignissen pro Stunde
auftreten, darunter auch Feuerkugeln die die Helligkeit der hellsten Sterne am Himmel noch
übertreffen können. Die beste Beobachtungszeit auch hier wieder um Mitternacht bis
4h MESZ morgens. Der Ursprungskomet dieses Meteorstromes heisst 109P/Swift-Tuttle.
Erst ab 20. Oktober taucht Saturn dann wieder am östlichen Horizont auf. Und ist die ganze
Nacht über zu sehen. Die planetenlose Zeit ist zu Ende.
Im Oktober kommen die Delta- Draconiden, auch Oktober-Draconiden genannt.
Ausgelöst durch den Kometen 21P/Giacobini-Zinner ist vom 7.- 11. Oktober, wenn die Erde
die Bahn des Kometen kreuzt, das Maximum zu erwarten. Alle 13 Jahre trifft die Erde auf die
Trümmerwolke des Kometen, so wurden am 8. Oktober 1985 bis zu 400 Meteore pro Stunde
registriert.
Am 21. Oktober findet dann das Maximum der Orioniden statt, mit 20 bis 30 Ereignissen
pro Stunde. Ihr Radiant liegt ca. 10° nordöstlich von Beteigeuze im Sternbild Orion. Auch
hier ist die beste Beobachtungszeit nach Mitternacht.
Im November kann der Sternschnuppenstrom der Leoniden beobachtet werden. Dieser
Strom zeigt zwischen 15. und 20 November seine größte Aktivität, mit vielen schnellen
Objekten (70 km/s) pro Stunde. Der Ursprung geht auf Komet 55P/Tempel-Tuttle zurück.
Ab Mitte Dezember erscheint dann Jupiter abends gegen 21h MEZ über dem östlichen Horizont.
Mit Saturn und Jupiter am Abend.- und Nachthimmel gehen wir dan in das Jahr 2003. Wer
die Nacht zum Neujahrswechsel etwas länger ausdehnt, kann morgens gegen 5 Uhr Venus
und Mars am Osthorizont sehen. Venus ist jetzt Morgenstern, und verleiht der
Morgenstunde ihren Glanz.
Vom 6.-17. Dezember kann man die Geminiden beobachten .Der günstigste
Beobachtungszeitpunkt ist in den Morgenstunden des 14. Dezember. Man kann dann bis zu
ca. 60 Meteore pro Stunde sehen. Der Radiant oder Ursprung der Objekte, die mit ca.
120 000 km/h über den Himmel rasen, liegt im Sternbild Zwillinge (Gemini).
Vom 17. - 24. Dezember ändert sich die Szene zu einer anderen Kulisse, jetzt sehen wir die
Ursiden, deren Ursprung im kleinen Bären liegt (Ursa Minor). Dieser
Sternschnuppenstrom hat ein ausgeprägtes Maximum in der Nacht vom 22. auf 23.
Dezember, gegen Mitternacht. Da der Radiant in der Nähe des Himmelsnordpols liegt, kann
man diese Stelle des Himmels die ganze Nacht hindurch sehen. Die Sterne um den
Himmelsnordpol gehen nie unter , sie sind circumpolar,wie es in der Astronomie genannt
wird. Auch diese Objekte flitzen mit derselben Geschwindigkeit wie die Ursiden über den
Nachthimmel, allerdings nicht so oft, hier muss man etwas mehr Geduld aufbringen, um die
ca 10-20 Ereignisse pro Stunde zu sehen. Diese Sternschnuppen sind auf die
Materieteilchen zurückzuführen die der Komet Tuttle bei seinem Umlauf um die Sonne
verloren hat, und nun von der Erde weggefegt werden.
| Name | Datum des durchschnittlichen Maximums | Normale Dauer in Tagen | Sichtbarkeit (nördl. Hemisphäre) | Ursprungs-Komet |
|---|---|---|---|---|
| Quatrantiden | 3. Januar | 1 | mittel | - |
| Lyriden | 22. April | 1 | schwach | 1861 I |
| Eta Aquariden | 5. Mai | 2 | schwach | Halley |
| Delta Aquariden | 29 July | 15 | schwach | - |
| Perseiden | 12 August | 5 | stark | 1862 III |
| Draconiden | 10 Oktober | 1/4 | irregulär | Gia.-Zinner |
| Orioniden | 21 Oktober | 2 | mittel | Halley |
| Tauriden | 5 Nov. | 30 | schwach | Encke |
| Leoniden | 17. Nov. | 1/4 - 2 | irregulär | Temple - Tuttle |
| Geminiden | 14. Dez. | 4 | stark | - |
Eine sehr detaillierte Beschreibung der monatlichen Sternschnuppenströme findet man im KOSMOS- Himmelsjahr Von H.-U.- Keller, von dem auch obige Daten entnommen wurden.
Sonnenfinsternisse gibt es in 2002 eine ringförmige und eine totale. Die ringförmige kann man am 10. Juni vom pazifischen Ozean aus beobachten. Die totale erstreckt sich am 4.12. vom Atlantik über Afrika bis nach Australien.
Mit Mondfinsternissen werden wir in diesem Jahr nicht verwöhnt. Es gibt 3 sogenannte Halbschattenfinsternisse, die überhaupt nicht spektakulär sind. Die 1. findet am 26. Mai statt und ist in Europa nicht beobachtbar. Die 2. am 24. Juni ist nur bei sehr genauem hinsehen mit blossem Auge beobachtbar: der nördliche Mondrand ist dann etwas abgedunkelt. Die 3. am 20.11. um 2h47m MEZ dunkelt den nördlichen Mondrand etwas ab.
Am 28.8.2003 findet eine Marsopposition statt. Mars hat dann eine Entfernung von 55.5 Mio km von der Erde, und befindet sich nahe dem überhaupt möglichen geringsten Abstand. Das bedeuted maximal gute Beobachtungsbedingungen (Grösse, Helligkeit, Oberflächendetails) und eine Herausforderung zum photographieren. Die max. Höhe über dem Horizont erreicht er dann in unseren Breiten mit knapp 23°. Das ist weniger schön. Aber vielleicht kann der eine oder andere diesen Wert mit einer Reise in den Süden aufbessern.
Am 7.5. 2003 von 7h11m-12h32m MESZ gibt es einen Merkurtransit. das 12" große Merkurscheibchen wandert durch die Sonne!
Am 8. Juni 2004 von 7h19m-13h23m MESZ folgt die Venus mit einem Venustransit nach .
Das mit 58" deutlich grössere Scheibchen wandert durch die Sonne
Willy Mahl