In diesem Jahr warten Mars und Merkur mit besonderen Konstellationen auf. Am 7. Mai 2003 in den Morgenstunden von 7h15m MESZ bis 12h20m MESZ wandert Merkur durch die Sonne, ein Ereignis, das man mit den entsprechenden Augenschutzmaßnahmen gut beobachten kann. Der nächste für uns sichtbare Merkurdurchgang ist dann erst am 09.05.2016 mit dem Maximum um 14h55m UT zu beobachten.
Am 28. August findet eine Mars Opposition statt (siehe Beitrag Mars Opposition), in der
uns der rote Planet bis auf 55,82 Mio km nahe kommt, eine Entfernung die erst im Jahr 2287
wieder erreicht wird. In unseren Breiten mit ca. 50°N, steht er allerdings nur max.ca. 25° über
dem Horizont, was die Brillianz des Erscheinungsbildes beeinflusst. In südlicheren Breiten,
sagen wir bei 30°N, steht er 20° höher am Himmel und leuchtet damit heller am
Nachthimmel.
Neben vielen schwachen Strömen des Jahres, sind folgende herausragend:
| Monat | Meteorstrom |
| April | Lyriden |
| Juli | Aquariden |
| August | Perseiden |
| Oktober | Draconiden und Orioniden |
| November | Leoniden |
| Dezember | Geminiden und Ursiden |
In diesem Jahr gibt es zwei totale Mondfinsternisse, eine ringförmige und eine totale Sonnenfinsternis.
Totale Mondfinsternis am 16. Mai
Ringförmige Sonnenfinsternis am 31. Mai
Totale Mondfinsternis am 8. / 9. November
Totale Sonnenfinsternis am am 23. / 24. November
Auf eine beobachtbare totale Sonnenfinsternis muss Europa bis zum 29.03.2006 warten. Sie
verläuft von Nordafrika über Griechenland bis nach Russland.
Die Zeiten für Sonnenauf- und Untergang beziehen sich auf 9°O und 48,8° N. Das sind die
Koordinaten der Sternwarte Höfingen.
Am Morgenhimmel des Neujahrstages kann man die Venus als Morgenstern, vor Sonnenaufgang um 8h19m MEZ, fast in südlicher Richtung in einer Höhe von knapp 25° über dem Horizont bewundern (-4,5m).
Der rote Mars steht, allerdings wesentlich unaufälliger, (1,5m) in ihrer Nachbarschaft und ist aufgrund seiner geringen Helligkeit nur schwer von den Sternen zu unterscheiden.
Am 15. des Monats steht der Mond 2,2° über Saturn. Die Helligkeit von Saturn mit -0,3m
erreicht jedoch nicht die Leuchtkraft von Sirius, dem hellsten Stern des Sternenhimmels.
Durch die Mondbegegnung im Sternbild Stier (Taurus) und den Abstand von ca.10° von
Aldebaran, dem hellsten Stern im Stier, ist es auch dem weniger mit dem Sternenhimmel
vertrauten Beobachter möglich, Saturn zu finden. Die Konstellation steht ca. 15° über dem
dominierenden Wintersternbild Orion.
Am 31. Januar steht Saturn genau im Süden, in einer Höhe von mehr als 60° über dem
Horizont. Im Osten (bei ca. 100° Azimut) steht Jupiter in 35° Höhe, er ist deutlich heller (ca.
6 mal) als Saturn, und daher auch aufälliger. Seine Helligkeit liegt bei -2,5m und ist damit
auch (ca. 2,5 mal) heller als Sirius. Er steht 15° über Regulus, dem Hauptstern des Löwen (Leo).
im Sternbild Krebs (Cancer).
Am 1. Februar steht vor Sonnenaufgang um 7h56m Mars im Süden und Venus auf gleicher Höhe 15° weiter östlich. (m = -4,2, Aufgang 4h57m) Bei genauem Hinsehen kann man auch Merkur um 7h30m, ca. 7° über dem SO-Horizont erkennen. Venus kann man als Morgenstern übrigens bis in den Juli hinein am Morgenhimmel sehen.
Am 2. Februar steht Jupiter in Opposition zur Sonne, sein Abstand zur Erde ist jetzt am
kleinsten, daher erreicht er jetzt auf der Erde eine scheinbare Helligkeit von -2,5m und ist
damit eine Größenklasse oder 2,5-mal heller als Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel.
Sonst haben wir das gleiche Bild wie im letzten Monat, am 11.2. zieht der Mond am Saturn
und am 15.2. an Jupiter vorbei. Jupiter ist jetzt auf einer Höhe von ca.40° über dem
Osthorizont, bei Azimut 95° zu sehen.
Am 1.3. sind Venus und Mars bis vor Sonnenaufgang um 7h07m in S und SO in 10° und 15° Höhe über dem Horizont auszumachen.
Am 11.3. und am 14.3. passiert der Mond wieder Saturn und Jupiter. Beide Planeten stehen
jetzt in gleichem Abstand östlich und westlich des Südmeridians, 65° über dem Horizont.
Die Mondpassage an den beiden Planeten, ist am 7.4. und am 11.4. Am 18.4. steht Merkur ca.
12° über dem Horizont in NW (Azimut 285°). Die Sonne geht an diesem Tag um 19h19m unter.
Am 29.5. um 4 h20m gibt es eine interessante Konstellation für Frühaufsteher. Venus , Merkur und die 3,6% beleuchtete Mondsichel stehen im Osten nur knapp 5° über dem Horizont beieinander.
Am 5.5. und am 8.5. wandert in diesem Monat die immer dünner werdende Mondsichel an den Planeten vorbei. Saturn ist ab 15.5. am Westhorizont untergegangen. Am Osthorizont sind schon die Leier (Lyra), und der Schwan (Cygnus) vom Sommerdreieck als Vorboten des Sommers zu sehen. Am 7. Mai wandert Merkur am Vormittag durch die Sonnenscheibe.
(Details siehe Beitrag Merkurtransit )
Am 21.6. stehen am Morgenhimmel um 4h MEZ, Venus und Merkur weniger als eine Vollmondbreite voneinander getrennt im NW ca 4° über dem Horizont. Mars steht im Süden in 25° Höhe. Sonnenaufgang an diesem Tag ist 4m19m MEZ.
Abendhimmel (22h MEZ)
Anfang des Monats steht Jupiter im W noch 20° über dem Horizont, im Osten ist jetzt das
Sommerdreieck Komplett mit seinen Hauptsternen (Wega, Atair und Deneb) aufgegangen.
Mitte Juli taucht kurz nach 4h Saturn am NO-Horizont vor Sonnenaufgang um 4h35m auf. Er bleibt den Rest des Jahres am Morgenhimmel bis kurz vor Sonnenaufgang sichtbar.
Im Westen geht Anfang des Monats Jupiter im Sternbild s Löwe (Leo) unter, jetzt gibt es
keine mit dem bloßen Auge sichtbaren Planeten mehr am Abendhimmel nach 22h. Im Osten
taucht nun Pegasus mit der Andromeda auf. Der Andromedanebel ist jedoch erst knapp 15°
über dem Horizont und damit noch nicht zu sehen.
Am 31.8. um 5 tritt jetzt Jupiter in der Morgendämmerung im Osten in ca.5° Höhe über dem Horizont in Erscheinung. Sonnenaufgang ist an diesem Tag um 5h38m MEZ.
Mitte August taucht jetzt Mars am SO-Horizont auf, um 22h ist er ca. 10° über dem Horizont,
seine volle Helligkeit erreicht er daher erst in den Morgenstunden. Er kulminiert um 1h37m,
seine Helligkeit beträgt -2,7m, er hat damit die annähernd 3-fache Helligkeit von Sirius, dem
hellsten Stern. - Siehe Beitrag Marsentfernung - Am 13.8. begegnen sich der fast volle Mond
und Mars in SO in ca. 3° Abstand. Mars ist jetzt bis Ende Oktober der einzige Planet am
Abendhimmel.
Mitte September steht Jupiter bei Sonnenaufgang um 6h bereits 15° über dem Horizont im Osten. Am 24.9. steht morges um 6h der Mond bei Jupiter, unterhalb in ca. 15° Höhe über dem Horizont, steht Merkur. Sonnenaufgang ist um 6h12m.
Anfang des Monats ist Mars um 22h bereits auf 20° über dem SW-Horizont zu sehen. Er
kulminiert jetzt bereits um 0h14m, seine Helligkeit nimmt zu und beträgt nun -2,8m. Am 9.9.
steht der fast volle Mond 4,8° westlich von Mars.
Mitte Oktober findet man Jupiter in SO auf 35° Höhe, vor Sonnenaufgang um 6h44m MEZ.
Am 2. des Monats kulminiert Mars um 21h55m, er steht nur ca.25° über dem Horizont, seine
Helligkeit ist jetzt nur noch -2,0m.
Um den 20. November steht Jupiter bei Sonnenaufgang um 7h41m im Süden in knapp 50° Höhe über dem Horizont.
Am 1. November erscheint nun in 10° Höhe über dem NO-Horizont (Azimut 70°) Saturn.
Mars steht zu diesem Zeitpunkt zwichen Süd und SW (Azimut 205°) immer noch in ca.25°
Höhe am Abendhimmel, hat aber jetzt stark an Helligkeit verloren mit - 1,1m. Er kulminiert
um 20h22m und geht um 1h386m am 2. November unter.
Am 16.12. begegnen sich kurz vor 7h50m Mond und Jupiter in SW, in ca. 40° Höhe. Der Abstand ist 2,5° oder 5 Vollmondbreiten. Sonnenaufgang ist um 8h12m. Am 24.12 um 8h ( Sonnenaufgang ist um 8h17m) geht Saturn im Westen unter. Jupiter steht im SW, in 35° Höhe. Am 31.12. um 8h ist dann Merkur wieder am SO-Himmel in 5° Höhe vielleicht im Dunst zu erkennen. Sonnenaufgang ist um 8h19m).
Am 1. des Monats steht Saturn genau im Osten, 30° über dem Horizont, im Sternbild
Zwillinge (Gemini) und ist bereits zu diesem Zeitpunkt schon gut zu beobachten, seine
Helligkeit ist mit -0,2m allerdings sehr bescheiden und ist daher vom ungeübten Beobachter
nur schwer von einem Stern zu unterscheiden. Er geht um 18h45m auf und kulminiert um
2h34m. Am 10.12. steht der Mond bei Saturn. Am 31.12. um 19h25m steht dann Saturn in
Opposition zur Sonne, seine Helligkeit nimmt damit gegenüber dem Monatsanfang nochmals
auf -0,4m zu, er ist damit heller als alle anderen Sterne ausser Sirius und kulminiert um
0h26m MEZ. Mars steht jetzt im SW bei 230° und hat noch eine Helligkeit von -0,3m. Er
kulminiert um 19h14m und geht um 1h02m unter. Der Halbmond steht 4° also ca. 8
Vollmondbreiten südlich von Mars. Zum Jahreswechsel um 0h MEZ am 1. Januar kann man
dann Jupiter im Osten aufgehen, Saturn im Süden kulminieren, und Mars im Westen ,vor
dem zu 65% beleuchteten Mond ,untergehen sehen.
Auch im Jahr 2004 wartet unser Sonnensystem wieder mit einer Besonderheit auf. Es gibt ein
Venustransit durch die Sonnenscheibe. Dazu mehr im nächsten Jahresbericht. Siehe auch
unsere Spezial-Beiträge zu diesem Thema.
Willy Mahl, 01.12.2002