Wer den Sternenhimmel etwas näher in Augenschein nimmt, der stößt automatisch auf ein interessantes Phänomen, die Veränderung der Helligkeit von Sternen.
Es gibt sehr viele Varianten veränderlicher Sterne. Zwei davon wären
Mit der Aufzählung dieser verschiedenen Typen, soll die Komplexität dieses Themas angedeutet werden.
Wer tiefer in diese Materie einsteigen will, findet in "Der neue Kosmos" von Unsöld (Springer
Verlag) wertvolle Hinweise.
Wir wollen nun ein besonders deutliches Objekt aus dieser Vielfalt herausgreifen, nämlich Algol im Sternbild Perseus in 90 Lichtjahren Entfernung zu unserem Sonnensystem. Zur Position, siehe Aufsuchkärtchen:
Algol
bildet ein annähernd rechtwinkliges Dreieck mit Kappa Persei und Gamma Andromedae
Algol ist der hellste Stern des Sternenhimmels, der deutliche mit blossem Auge leicht beobachtbare Helligkeitsunterschiede in einer gut zu beobachtbaren Periode zeigt. Er ist von September bis März gut beobachtbar.
In seiner Normalhelligkeit ist er mit Gamma Andromedae vergleichbar. Im Rhytmus von 2,867 Tagen sinkt Algols Helligkeit während 4 Stunden ab, verweilt im Stadium seiner Minimalhelligkeit ca. 2 Stunden, und steigt dan wieder in 4 Stunden an.
Wenn man an 2 verschiedenen Abenden beobachtet, kann man die Helligkeitsveränderungen im Vergleich zu Gamma And. gut erkennen.
Die Minimalhelligkeit kann man durch Verleich mit Kappa Persei feststellen.
Literaturhinweis:
Eine sehr interessante und leicht verständliche Abhandlung zu diesem Thema findet man in
dem Sterne und Weltraum Special (5) unter dem Titel Veränderungen am Himmel, von
Ulrich Bastian.
Willy Mahl 06/2000