Ein Blick zum Himmel in einer sternklaren Nacht, gewährt uns nicht nur den gewohnten Anblick von Sternen, Sternhaufen, manchmal auch Planeten und sogar Sternschnuppen. Wenn man ein Fernglas zu Hilfe nimmt, kann man auch Galaxien erkennen. Zu bestimmten Zeitpunkten kann man auch schnell durch die Sternkonstellationen huschende, nicht blinkende, mehr oder weniger helle Lichtpunkte sehen. Das sind Satelliten, die um die Erde kreisen, und zur Übermittlung von Signalen von der Erde zur Erde benutzt werden. Auch die Internationale Raumstation, die in ihrem Endausbaustadium die Größe eines Fußballfeldes erreicht, kann man auf diese Weise wahrnehmen. Die genauen Zeitpunkte kann man unter Heaven's above abrufen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der Geschwindigkeit dieser Objekte.
Die Ableitung dieser Geschwindigkeit mittels rein geometrischer Methoden, die von Newton und Feynman benutzt wurden, sollen hier vorgestellt werden, da sie nur Basiskenntnisse der Physik und Geometrie erfordern und somit von einem großen Kreis der Leser nachvollzogen werden können.
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Um eine kreisförmige Bahn um die Erde zu erreichen muss man also eine bestimmte
Geschwindigkeit haben, die es jetzt zu ermitteln gilt. Auf der Skizze ist die Erde dargestellt. x
ist die gesuchte Geschwindigkeit, y die Fallstrecke in einer
Sekunde.
Die angeschrieben Gleichung ergibt sich durch geometrische Gesetze die seit Euklid bekannt sind und die Vereinfachung von x2=y(2R-y)=y2R-y2 zu x2=y2R ergibt sich daraus, dass y2 vernachlässigt werden kann.
Den Beweis für den aufgezeigten Zusammenhang überlasse ich dem Leser, da ich ihm das Vergnügen nicht nehmen will. Falls es jedoch zum Frust ausartet, sende mir eine E-Mail, lieber Leser, ich bin gerne behilflich.
Da der Erddurchmesser bekannt ist und damit die Erdkrümmung und die Fallstrecke eines Körpers auf der Erde in 1 Sekunde, ergibt sich durch das einsetzen der Werte eine Geschwindigkeit von knapp 8 km/s. Ist die Geschwindigkeit größer, wird die Bahn zur Ellipse.
Zur Beobachtung von Satelliten gibt es noch den Beitrag "Beobachtung künstlicher Satelliten" Willy Mahl, 20.06.2004 |