Der Sternenhimmel im 4. Quartal 2006

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Der Sternenhimmel im 4. Quartal 2006

Allgemein

Am 23. September um 6h03m MESZ überschreitet die Sonne den Himmeläquator von der Nord- auf die Südhalbkugel. Wir haben die Tag- und Nachtgleiche. Der astronomische Herbst beginnt. Am 22. Dezember um 1h22m MEZ erreicht sie den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn am Himmel, der astronomische Winter beginnt.

Planeten

Im Oktober verabschiedet sich Jupiter vom Abendhimmel, damit kann man nun mit freiem Auge keine Planten mehr am Abendhimmel beobachten. Im November kann man Saturn in der 2. Nachthälfte im Löwen beobachten. Im Dezember wird dann Saturn zum Planeten der gesamten Nacht. Am 8./9. November kann man von Nord- und Südamerika aus das seltene Ereignis eines Merkurdurchgangs durch die Sonnenscheibe beobachten, bei uns findet das Ereignis mitten in der Nacht statt, ist also leider nicht zu sehen.

Besondere Sternbilder am Abendhimmel um 21h MEZ

Mitte Oktober hat das sog. Sommerdreieck seine Position im Süden überschritten und bewegt sich nun nach Westen. Das Herbstviereck Pegasus bewegt sich nun aus dem Osten in seine südliche Höchstposition.

Mitte November erreicht Pegasus den Meridian und damit seine höchste Stellung am Nachthimmel. Kepheus und Kassiopeia sind in der Nähe des Zenits in unserer Breite.

Mitte Dezember hebt sich dann Orion deutlich vom östlichen Horizont ab. Pegasus hat den Meridian überschritten, der jetzt von Andromeda besetzt wird. Der sog. Andromedanebel (M31) steht jetzt im Zenit, und eignet sich besonders zusammen mit Objekten wie h+chi im Perseus , M33 , M34 und Cassiopeia Objekten , zum beobachten und photographieren.

Periodische Sternschnuppenströme

Im September zeigen sich die sogenannten Pisciden, die im Sternbild Fische ihren Ursprung haben, am Nachthimmel. Das Maximum kann man um den 20. September erwarten. Die beste Beobachtungszeit ist ab 22h bis ca. 4h morgens. Die Häufigkeit ist allerdings sehr gering mit ca. 5- 10 Ereignissen pro Stunde.

Ab ca. 5. September bis 10. Oktober sind auch im Sternbild Fuhrmann (Auriga) die sog. Delta Aurigen mit einer Häufigkeitvon ca. 5 pro Stunde aktiv.

Im Sternbild Stier (Taurus) tauchen die sog. Tauriden von Ende September bis Ende November auf. Das Maximum ist am 12. November.

Von Anfang Oktober bis in den November hinein sind dann die sog. Orioniden aktiv, deren Ursprung auf den Halleyschen Kometen deutet. Das Maximum ist am 21. Oktober mit ca. 20 bis 30 Meteoren pro Stunde zu erwarten. Die beste Beobachtungszeit ist nach Mitternacht bis 5h morgens.

Der Ausgangspunkt, auch Radiant genannt, liegt in der Nähe von Beteigeuze. Vom 14. – 21. November treten dan die bekannten Leoniden in Aktion. Ihr Radiant liegt im Löwe (Leo) . Ihre maximale Aktivität ist in der Nacht vom 17. auf 18. November. Sie sind in den letzten Jahren durch besondere Aktivität aufgefallen. Der sog. Leonidenstrom mit tausenden von Sternschnuppen pro Stunde ereignet sich alle 33 Jahre, wenn die Erde durch das Zentrum der Trümmerwolke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle rast.

Vom 6. bis 17. Dezember kann man die Geminiden, die aus dem Sternbild Zwillinge (Gemini) kommen, sehen. Ihr Maximum ist in den Morgenstunden des 14. Dezember mit bis zu 120 Ereignissen pro Stunde. Beste Sicht ab 21h bis in die Morgenstunden.

Schließlich tauchen vom 17. bis 24. Dezember die Ursiden, aus dem kleinen Bär kommend, auf. Sie haben ein scharfes Maximum in der Nacht vom 22. auf 23. Dezember mit ca. 10 Ereignissen pro Stunde.

Zeit- und Ortsangaben wurden dem Kosmos Himmelsjahr 2006 von H.U. Keller entnommen.

Willy Mahl, 06/2006

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Letzte Änderung am 04.10.2006 durch astroman

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