Der Sternenhimmel im 3. Quartal 2003

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Der Sternenhimmel im 3. Quartal 2003

Übersicht

Dieses Quartal bringt uns wieder ein außergewöhnliches Himmelsereignis. Es ist eine Marsopposition in extremer Erdnähe und findet am 28. August 2003 statt. Im Verlauf des Monats Juli wird der rote Planet allmählich die ganze Nacht am Himmel stehen. Am Tag seiner Opposition steht er um Mitternacht wahrer Ortszeit im Süden. Seine Helligkeit nimmt schon ab Juni wöchentlich deutlich zu, um selbst Jupiter Mitte Juli zu übertreffen. Jupiter verschwindet allmählich im Juli im Westen des Abendhimmels. Finsternisse gibt es nach dem ereignisreichen 2. Quartal keine.

Besondere Konstellationen

August

Bei der Mars-Opposition am 28. des Monats hat der rote Planet eine Distanz von 55,76 Mio km zur Erde. Erst im Jahre 2287 am 29. August wird die Oppositionsdistanz mit 55,69 Mio km noch geringer.

Am 14. August erreicht Merkur seine größte östliche Elongation, ist also “Abendstern”. In der Dämmerung des westlichen Abendhimmels muss er dann gut zu sehen sein.

September

Am 23. September überschreitet die Sonne den Himmelsäquator von Nord nach Süd. Es ist Tag und Nachtgleiche. Der Herbst beginnt. Die Tage werden merklich kürzer. Im August und September ist Mars der einzige mit blossem Auge sichtbare Planet am Nachthimmel, in seiner Brillanz ist er unübersehbar.

Vorübergänge des Mondes an Planeten

Datum Uhrzeit Planet Distanz Richtung 2. Juli 21h32m MEZ Jupiter 4,5° süd 16. Juli 24h00m MEZ Mars     13. August 18h20m MEZ Mars 2° süd 24. September 17h33m MEZ Merkur 4,5° süd

Daten aus Ahnert 2003.

Mondkalender

Neumond 29.7. 27.8. 26.9. Vollmond 13.7. 12.8. 10.9.

Sonnenkalender ( 50°N , 10°O ) MEZ

Datum Aufgang Kulmination Mittagshöhe Untergang 1. Juli 4h15m 12h24m 63,1° 20h33m 1. August 4h48m 12h26m 58,1° 20h03m 1. September 5h34m 12h20m 48,3° 19h05m

Daten aus Kosmos Himmelsjahr 2003 von H.U. Keller

Periodische Sternschnuppenströme

Am 13. August ist das Maximum der Perseiden-Meteore. Vom 12. bis 19. August zeigen sich die Delta-Aquariden. Im September gibt es auch Sternschnuppen, aber nicht in besonderer Häufigkeit und Intensität.

Sternbilder des Monats

Juli
Leier (Lyra) : Teil des Sommerdreiecks mit dem Hauptstern Wega. Dort sind einige sehr schöne Doppelsterne, sowie der berühmte Ringnebel M57, zu finden.
August
Schwan (Cygnus): Teil des Sommerdreiecks mit dem Hauptstern Deneb. Auch hier interessante Doppelsterne ( Albireo), sowie Nordamerika-Nebel und Pelikan-Nebel.
September
Cassiopeia und Cepheus: auch eine Fundgrube für Sternhaufen und Doppelsterne.

Willy Mahl 06/2003

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Letzte Änderung am 01.07.2003 durch astroman

Aktuelle Info 4. Quartal 2000

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Aktuelle Info 4. Quartal 2000

Am 15. und 16. Oktober begegnet der fast volle Mond den Planeten

Jupiter und Saturn, die sich unweit des offenen Sternhaufens der Plejaden aufhalten.

Am 16.10. kann man den Mond am Osthorizont gegen 21h30m bei Jupiter und Aldebaran, dem hellen Hauptstern des Sternbildes Stier (Taurus) beobachten.

Venus, das hellste Objekt am Abendhimmel nach dem Mond, ist Abendstern. Die Sichtbarkeitsdauer nimmt im Laufe des Monats Oktober zu.

Jupiter und Saturn sind die ganze Nacht zu beobachten. Im November ändert sich daran nichts. Am 29. November gegen 18h MEZ kann man knapp über dem Südwesthorizont die zunehmende dünne Mondsichel bei der Venus sehen.

Am 9. Dezember gegen 19h MEZ steht der fast volle Mond bei Saturn.

Am 21. Dezember um 14h37m MEZ erreicht die Sonne ihren tiefsten Stand, den Punkt der Wintersonnenwende, die Tage werden von nun an wieder länger.

Venus beherrscht auch im Dezember den frühen Abendhimmel. Jupiter und Saturn halten sich immer noch im Sternbild Stier auf, sie bilden zusammen mit Aldebaran und den Plejaden ein sehenswertes Quartett, das man übrigens die ganze Nacht beobachten kann.

Am 9. Dezember wandert der fast volle Mond am Saturn vorbei, am 10.12. zwischen Jupiter und Aldebaran hindurch.

Der November ist ein interessanter Sternschnuppenmonat. Die sogenannten Leoniden kann man vom 13.-20. November am Morgenhimmel beobachten. In der Nacht vom 16. auf den 17.November am Morgen gegen 3h MEZ ist das Maximum zu erwarten. Der Ausgangspunkt (Radiant) liegt im Sterbild des Löwen Löwen (daher der Name Leoniden), unweit des hellsten Sterns im Sternbild, Regulus.

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Letzte Änderung am 12.10.2000 durch astroman

Aktuelle Info September 2000

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Aktuelle Info September 2000

Hinweise zu interessanten Beobachtungen, ohne Hilfsmittel, für den Sternfreund.

Ab Anfang September kann man die Sichel des zunehmenden Mondes in der Abenddämmerung erkennen. Am 18. September, möglichst nach 23 Uhr MESZ, steht er in der Nähe des Ringplaneten Saturn und unweit der Plejaden, dem sogenannten Siebengestirn, einem offenen Sternhaufen der dem blossen Auge einen schönen Anblick bietet.

Am 19. September zur selben Zeit steht er bei Jupiter und dem Hauptstern des Sternbildes Stier (Taurus) mit dem klangvollen Namen Aldebaran, oft auch als das Auge des Stiers bezeichnet. Nach den planetenlosen Abenden des August, erscheint neben Jupiter und Saturn die erst spät abends am Himmel auftauchen, gegen Ende des Monats ein weiterer Planet am westlichen Horizont, noch in der Abenddämmerung , es ist Venus die sich zum Abendstern entwickelt, und sich bis Ende des Jahres, ausser dem Mond, zum brilliantesten Objekt des Nachthimmels wird.

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Letzte Änderung am 08.10.2000 durch astroman

Aktuelle Info August 2000

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Aktuelle Info August 2000

Der August gilt als Sternschnuppenmonat. Dieses Jahr kreuzt am 12. August die Erde die

Bahn des Kometen Swift-Tuttle und trifft so auf die von diesem Kometen abgesonderten, meist sehr kleine Materieteilchen.

Der Radiant des Meteorstromes liegt im Perseus. Daher nennt man die Sternschnuppen die aus diesem Sternbild kommen Perseiden.

Das Maximum der Meteortätigkeit liegt zwischen 22 Uhr am 12. Aug. und 4 Uhr morgens (MESZ) am 13. Aug. Die erwartete Häufigkeit der Sternschnuppen liegt zwischen 50 und 90 Stück pro Stunde im Maximum. Es können auch sehr helle Exemplare, sogenannte Boliden, auftreten.

Eine besondere Konstellation am Sternenhimmel kann man in der Nacht vom 22. auf 23. Aug. beobachten. Der abnehmende Mond steht bei den Planeten Saturn und Jupiter neben dem hellsten Stern der Hyaden, dem rötlichen Aldebaran, im Sternbild Stier. Zusammen mit den Hyaden, dem Siebengestirn, bietet dieses Bild einen bemerkenswerten Anblick.

Um 4 Uhr MESZ am 23 Aug.steht der Mond zwischen Saturn und Jupiter.

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Letzte Änderung am 08.10.2000 durch astroman

Aktuelle Info Juli 2000

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Aktuelle Info Juli 2000

Ein neuer Komet mit der Bezeichnung C/1999 S4 (Linear) zeigt sich dem interessierten

Beobachter besonders deutlich Mitte Juli 2000 am Morgenhimmel. Er ist nicht so spektakulär wie seine Vorgänger der letzten Jahre (Hyakutake und Hale-Bopp), seine Helligkeit erreicht jedoch im Maximum am 25.07.2000 die Wahrnehmbarkeit mit blossem Auge (ca. m=4).

Ab Ende Juni ist er mit dem Fernglas beobachtbar, zu diesem Zeitpunkt steht er östlich von Gamma Andromedae (Alamak) also im Sternbild Andromeda. (M34 steht 8′ östlich in Rektaszension ). Das Helligkeitsmaximum dauert ca. 5 Tage dann nimmt seine Helligkeit ebenso plötzlich wieder ab wie sie zugenommen hat.

Der beste Beobachtungszeitraum mit dem bloßen Auge ist vom 15.-30. Juli 2000.

Hier die Eckdaten:

  • Am 15.07.2000 Rektaszension: 4h41.5m, Deklination: 61°44′ Um 4 Uhr MESZ steht er in NNO in ca 40° Höhe über dem Horizont. Unweit von CAPELLA dem Hauptstern im Sternbild Fuhrmann. Die Helligkeit des Kometen für diesen Tag wird mit m= 4.5 prognostiziert.
  • Am 30.07.2000 Rektaszension: 11h56.5m’ Deklination: 18°36′ Um 22 Uhr MESZ steht er im Westen ca. 20° über dem Horizont in der Nähe von Beta Leonis (Denebola) An diesem Tag beginnt die nautische Dämmerung um 22.30 Uhr MESZ. Je früher man die Suche beginnt, desto höher steht der Komet über dem Horizont. Seine Helligkeit wird an diesem Tag auf 4.3 m geschätzt.

Außerdem gibt es die täglichen Ephemeriden ab 26.05.2000.

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Letzte Änderung am 08.10.2000 durch astroman

Besondere Konstellationen am Sternhimmel im 4. Quartal 2002

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Besondere Konstellationen am Sternhimmel im 4. Quartal 2002

Das letzte Quartal des Jahres bringt uns wieder die längeren Nächte, die bei den Sternguckern so beliebt sind. Die Tageslänge reduziert sich vom 1. Oktober bis 31. Oktober um 1 Stunde 40 Minuten. Der Sonnenuntergang (geogr. Breite der Sternwarte) von 19h03m auf 18h05m. Die Dauer der Nacht ändert sich von 12 Std. 20 Min. auf 14 Std. 03 Min. Im November wird die tägliche Änderung dann geringer, da die Sonne nicht mehr so stark pro Zeiteinheit an Höhe verliert, bis sie dann am 22 Dez. auf ihrem Minimalstand angekommen ist, um dann wieder anzusteigen. Am 22 Dez. ist der astronomische Winteranfang, die Sonne steht bei einer geographischen Breite von 50° N dann nur noch auf einer Mittagshöhe von 16,5° über dem Horizont. Die Tageslänge beträgt dann noch 8 Std. 15 Min.

Sternbilder

Folgende bekannte Herbststernbilder kann man in diesem Zeitraum in südlicher Richtung am

1. Oktober um 23h MEZ 1. November um 21h MEZ

1. Dezember um 19h MEZ

sehen.

Pegasus, auch Herbstviereck genannt, Andromeda, Dreieck, Perseus, Wassermann, Cassiopeia, Cepheus, Fuhrmann, Stier, Fische, Widder, Walfisch, Eridanus und Eidechse.

Pegasus wählen wir als Sternbild des Oktobers

Pegasus repräsentiert das geflügelte Pferd, das aus dem Blut der Medusa geboren wurde, als sie von Perseus einen Kopf kürzer gemacht wurde. Die Konstellation ist die siebtgrößte des Himmels, beinhaltet jedoch keine aussergewöhnlich helle Sterne. Daher ist das grosse Viereck auch nicht sehr auffällig. Der hellste Stern der Konstellation ist Epsilon Pegasi mit dem Eigennamen ENIF, aus dem Arabischen und bedeutet Nase. Rechts neben Enif findet man das schönste Objekt des Sternbildes: M15, ein wunderbarer Kugelsternhaufen, der sich knapp der Beobachtung mit dem blossen Auge entzieht, aber deutlich im Fernglas sichtbar ist. Seine Entfernung liegt bei 30 000 Lichtjahren.

Andromeda wählen wir als Sternbild des Novembers

Die bekannteste der griechischen Mythen, die Geschichte von Perseus und Andromeda wurde an den Herbsthimmel gezeichnet. Dort sind sie alle zu finden, neben Andromeda sind auch ihre Eltern Cassiopeia und Cepheus zu finden, und sogar das Monster Cetus ist in der Nähe. Andromeda ist keine auffällige Formation, am besten wird sie über Pegasus aufgefunden.Das Sternbild enthält interessante Objekte für den Astro – Amateur, so ist neben schönen Doppelsternen (Gamma und 56 Andromedae), offenen Sternhaufen (NGC 752), planetarischen Nebel (NGC 7662), die alles überragende Galaxie M31 auch Andromedanebel genannt, zu finden.

M31 kann man bei guten Sichtbedingungen mit blossem Auge wahrnehmen. Es ist eine Spiralgalaxie die der Milchstrasse sehr ähnlich ist. Unsere Nachbargalaxie ist 2,2 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Unsere Galaxie, die Milchstraße und die Andromeda-Galaxie sind die größten Mitglieder der sogenannten lokalen Gruppe, bestehend aus ca. 3 Dutzend Galaxien.

Taurus (Stier) wählen wir als Sternbild des Dezembers

Taurus (Stier) ist der westliche Teil des Wintersechsecks. Nach der griechischen Mythologie der Stier, in den sich Zeus verwandelt haben soll, um die Königstochter Europa zu entführen. Der hellste Stern ist Aldebaran in einer Entfernung von knapp 70 Lichtjahren. In dessen optischer Nachbarschaft man den allerdings dünnen offenen Sternhaufen der Hyaden findet.

Wesentlich attraktiver sind die Plejaden, das sogenannte Siebengestirn. Mit größeren Teleskopen kann man in diesem Sternbild auch den berühmten Krebsnebel finden, ein Supernovaüberrest .

PLANETENLAUF

Oktober

In diesem Monat sind die Planeten Saturn und Jupiter nur am Morgenhimmel sichtbar. Um die Monatsmitte kommt der Mars hinzu. Am 2.10. und 29.10. steht der Mond bei Jupiter, am 26.10. beim Saturn.

November

Venus ist jetzt Morgenstern und ergänzt das dominierende Planetenpaar Jupiter und Saturn am Morgenhimmel.

Dezember

Am 7.12. erreicht Venus ihre größte Helligkeit am Morgenhimmel. Saturn kann man jetzt die ganze Nacht hindurch beobachten, da er gegenüber der Sonne steht

STERNSCHNUPPEN

Im Oktober kann man vom 7.-11., am besten nach Mitternacht, die Draconiden im Sternbild des Drachen beobachten. Vom 14.-28.10. sind die Orioniden aktiv. (Maximum um 21. Oktober). Der Radiant liegt etwa 10° NO von Beteugeuze im Orion. Im November können wir wieder die bekannten Leoniden beobachten. Nach Mitternacht am 18. morgens also, so gegen 3h kommen sie aus dem Sternbild Löwe ca. 10° NO von Regulus dem hellsten Stern des Sternbildes. In diesem Jahr wird wieder mit einer erhöhten Aktivität gerechnet.

Im Dezember vom 6.-17.12. kann man die Geminiden beobachten..Der Radiant liegt in dem Sternbild Zwillinge unweit von Kastor. Mit dem Maximum rechnet man in den Morgenstunden des 14 Dezember. Über 60 Meteore pro Stunde, darunter auch sehr helle Objekte, werden erwartet.

Vollmond – Zeiten

DATUM ZEITPUNKT(MEZ) MOND IM STERNBILD Mo. 21.10.2002 8h20m FISCHE Mi. 20.11.2002 2h34m STIER Do. 19.12.2002 20h10m STIER

Tageslauf der Sonne

DATUM AUFGANG (MEZ) UNTERGANG (MEZ) MITTAGSHÖHE in Grad DÄMMERUNGSENDE 1. OKTOBER 6h19m 17h59m 36,8 19h09m 1. NOVEMBER 7h09m 16h57m 25,6 18h09m 1 . DEZEMBER 7h56m 16h21m 18,2 17h39m

Alle Daten für 50° N und 10° O aus Kosmos Himmelsjahr 2002 von H.U. Keller.

Weitere Angaben

Am Morgen des 14. Oktober schon vor der Morgendämmerung also vor 5 Uhr kann man das Morgenzodikallicht beobachten. Für mehr Informationen siehe den Beitrag “Das Zodikallicht“. Am 22. Dez. um 2h14m MEZ beginnt der astronomische Winter. Die Sonne steht jetzt am tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn. Am Sonntag dem 27. Oktober endet die Sommerzeit, wir haben dann wieder MEZ. (MESZ-1h = MEZ)

Willy Mahl 09/2002


Letzte Änderung am 02.10.2002 durch astroman

Besondere Konstellationen am Sternhimmel im 4. Quartal 2001

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Kurz vor der Bedeckung des Saturn am 03.11.2001 durch den Mond. Okularprojektion am 6″-Newton + Digitalkamera.

Foto: Willy Mahl


Besondere Konstellationen am Sternhimmel im 4. Quartal 2001

Alle Zeiten in MEZ=MESZ-1h. Bzw. um die noch bis zum 28.10. geltende Sommerzeit zu bestimmen, zu den Zeitangaben einfach eine Stunde addieren.

Im letzten Quartal des Jahres 2001, stehen u.a. folgende Sternbilder am Abend um 23h im Süden, also in ihrer größten Höhe über dem Horizont. (Kulmination).

Pegasus, Andromeda, Dreieck, Perseus, Wassermann, Cassiopeia, Cepheus, Fuhrmann, Stier, Fische, Widder, Walfisch, Eridanus, Eidechse,

Die Saturnbedeckungen im November und Dezember finden im Sternbild Stier (Taurus) statt.

Sternschnuppen

Der Meteorstrom der Leoniden ist in den Tagen 17./18. und 19. Nov. wieder aktuell. Allerdings kann man in unseren Breiten den scheinbaren Ursprung, im Sternbild Löwen, erst in den Morgenstunden so ab 1 Uhr über dem östlichen Horizont sehen. Da jedoch die Sternschnuppen oft bis weit in den Orion hineinreichen, lohnt sich auf jeden Fall auch früher ein Blick zum Himmel. In den Jahren 1998 und 1999 waren die Leoniden besonders aktiv, 2001 wird wieder ein aktives Jahr erwartet.

Im Dezember, so um den 13./14. des Monats, kann man einen weiteren starken Meteorstrom beobachten. Die Geminiden. Der Radiant liegt in den Zwillingen (Gemini) in der Nähe von Castor. Das Sternbild kann man zu diesem Zeitpunkt die ganze Nacht am Himmel sehen.

Die Geminiden-Sternschnuppen sind sehr hell und daher gut am Himmel sichtbar.

Nebel / Sternhaufen / Galaxien

In den kalten Nächten im November und Dezember lohnt sich auch ein Blick zum Himmel mit dem Fernglas. Objekte werden beschrieben unter den Beobachtungstipps.

Ereignisse und Mondlauf in Oktober, November, Dezember

Konstellationen des Mondes im Oktober:

Datum MEZ (h) Ereignis Bemerkung 7. 20 Mond bei Saturn (0,5° nördlich), im Sternbild Taurus (Stier) Abstand ca. 1° um 21h Ab 21 Uhr am Osthorizont beobachtbar 10. 1 Mond bei Jupiter (1,4° nördlich), im Sternbild Zwillinge Abst. ca. 1° um 1h 15. 3 Mond bei Venus (3.9° nördlich, entspricht ca. 8 Vollmonddurchmessern)   23. 21 Mond beim Mars Abstand 0.8° um 22h am Osthorizont

Ab 29.10. bis ca. 4. Nov. begegnen sich Venus und Merkur im Abstand eines knappen Vollmonddurchmessers. Die Konstellation kann nur in der Morgendämmerung am östlichen Horizont, oder am Taghimmel mit einem Teleskop beobachtet werden.

Merkur erreicht am 29. 10. seinen größten westlichen Abstand von der Sonne.

Am Sonntag 28. Oktober endet die Sommerzeit.

Konstellationen des Mondes im November:

Datum MEZ (h) Ereignis Bemerkung 3. 22 Mond bei Saturn Bedeckung des Saturn! 6. 8 Mond bei Jupiter ca. 3 Vollmondbreiten nördlich 21. 20 Mond bei Mars Abstand ca. 6 Vollmondbreiten um 21h

Am 3.11. wird Saturn in Stutgart um 22h00,7m  MEZ bedeckt. Der Austritt erfolgt um 23h05,2m. Zum Zeitpunkt der Bedeckung steht der Mond im Sternbild Stier und ist zu 93% beleuchtet. Seine Höhe über dem Horizont ist 31,5°, sein Azimut ist 94°,er steht also ziemlich genau im Osten.

Am Abend des 30. November befindet sich der Vollmond im Sternbild Taurus ( Stier ) Dies ist die Nacht, um mindestens 6 Sternbedeckungen durch den Mond zu beobachten, da er in dieser Nacht den oberen Rand des offenen Sternhaufen der Hyaden passiert. Um 21h15m MEZ kann man ein besonders spektakuläres Ereignis wahrnehmen. Der Stern “Epsilon Tauri” wird zu diesem Zeitpunkt vom Vollmond am linken unteren Rand (der Abstand des Mittelpunkts beider Objekte ist 13′) bedeckt. Der Mond befindet sich zu diesem Zeitpunkt 39° über dem Horizont in südöstlicher Richtung. Da der Stern eine Helligkeit von -3,5 mag hat, kann man das Ereignis auch mit blossem Auge, besser jedoch mit dem Fernglas, beobachten. Sternbedeckungen sind insofern sehenswert, weil die Auslöschung durch den vorbeiziehenden

Mond nicht etwa allmählich stattfindet, sondern das Licht wird “ausgeknipst” wie durch einen Lichtschalter. Das muss man einfach mal gesehen haben. Genauso denselben Effekt kann man dann wieder beobachten, (jetzt wird der Stern wieder “angeknipst”) wenn der Stern hinter dem Mond wieder zum Vorschein kommt.

Konstellationen des Mondes im Dezember:

Datum MEZ (h) Ereignis Bemerkung 1. 3 Mond bei Saturn Bedeckung des Saturn! 3. 12 Mond bei Jupiter   20. 21 Mond bei Mars Abstand allerdings ca. 10 Vollmondbreiten 30. 15 Mond bei Jupiter Abstand ca. 4 Vollmondbreiten.

Am 14.12. findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die in Mitteleuropa jedoch nicht sichtbar ist. Wer in diesem Zeitraum aber in Mittelamerika weilt, kann das Ereignis beobachten. (Zeitpunkt 22 Uhr MEZ).

Am 21.12. um 20h21m MEZ steht die Sonne im Winterpunkt.

Am 3. 12. um 15h MEZ steht Saturn in Opposition zur Sonne.

Die Saturn-Bedeckung am 1. Dezember findet in Stuttgart um 3h38,2m MEZ statt. Der Austritt erfolgt um 4h44,5m MEZ. Zum Zeitpunkt der Bedeckung steht der Mond im Sternbild Stier und ist zu 99,93% beleuchtet, es ist also praktisch Vollmond. Seine Höhe ist 42,5° über dem Horizont, und seine Position ist im SWW (Azimut 250°).

Die Halbschattenfinsternis des Mondes, die am 30. Dezember stattfindet, kann man bei uns nicht beobachten:

Eintritt: 9h25m MEZ, Austritt 11h29m MEZMondaufgang am 30. 12.: 16h26m MEZ Monduntergang: 31.12., 8h23m MEZ

Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond im 4. Quartal 2001

    Sonne Mond 15. OKTOBER Aufgang 6h42m 4h25m   Untergang 17h29m 17h24m 15. NOVEMBER Aufgang 7h33m 7h26m   Untergang 16h36m 16h59m 15. DEZEMBER Aufgang 8h12m 8h45m   Untergang 16h18m 16h48m

Alle Zeiten in MEZ für 10°E, und 50°N. Am Sonntag den 28. Oktober ist “Ende der Sommerzeit”.

Vollmond ist am:

  • 2. Oktober
  • 1. November
  • 30. November
  • 30. Dezember

Daten aus Kosmos Himmelsjahr 2001 von H.U. Keller


Letzte Änderung am 09.11.2001 durch astroman

Besondere Konstellationen am Sternhimmel im 3. Quartal 2002

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Besondere Konstellationen am Sternhimmel im 3. Quartal 2002

Sternbilder

Als Sternbilder des Monats Juli wählen wir “LYRA” (Leier) und “HERKULES” aus
  • Lyra Das Sternbild Leier kann man verhältnismäßig leicht am Nachthimmel auffinden und zwar durch seinen hellsten Stern Alpha Lyrae, auch WEGA genannt. Er ist der fünfthellste Stern des gesamten Sternenhimmels. Seine Entfernung von uns ist ca. 26 Lichtjahre (LJ). Seine Masse ist drei mal größer als die unserer Sonne und er strahlt daher ca. 50 mal heller als die Sonne. Im Fernglas liegt im Blickfeld der Wega der berühmte 4-fach Stern Epsilon-Lyrae, allerdings kann man die Gruppe nur als Doppelstern erkennen. Aber schon im kleineren Teleskop kann man die Doppel-Doppelstern-Konstellation erkennen. Ein Blick auf die Sternkarte verrät uns auch, dass der berühmte Ringnebel in der Leier zwischen Beta + Gamma Lyrae aufzufinden ist. Ein Stern der am Ende seines Lebens angekommen ist, in 2000 Lj Entfernung von uns. Man nennt Sterne in dieser Phase Ihrer Existenz auch “Planetarische Nebel”. Wenn man wissen will, wie in ca. 4 Milliarden Jahren Unsere Sonne ihr Ende findet, so kann man es an diesem Objekt anschauen. Allerdings benötigt man dazu ein Teleskop von mind. 10 cm Öffnung.
  • Herkules In diesem Sternbild finden wir M13, den schönsten Kugelsternhaufen des gesamten nördlichen Sternenhimmels und M 92, der kleinere Artgenosse. Er hat ca. die halbe Gesamt-Helligkeit, jedoch das hellere Zentrum. Beide Objekte sind mit dem Fernglas beobachtbar. M92 ist ca. 25 000 Lj entfernt , etwas weiter als M13. Für Amateur-Astronomen, die gern Doppelsterne beobachten, ist Herkules ein gutes Sternbild. Das Sternbild selbst ist nicht so gut zu finden, am besten kann man es lokalisieren, wenn man ca. 30% des Abstandes der Verbindungslinie zwischen Wega und Arktur im Bootes nimmt, das ist dann ziemlich genau die Lage von M13.
Als Sternbild des Monats August wählen wir CYGNUS (Schwan)

Das Kreuz des Südens ist allgemein bekannt, zeigt es doch die Nähe des Südpols an. Es gibt aber auch eine Sternkonstellation, die man Kreuz des Nordens nennen könnte, der korrekte Sternbildname ist jedoch CYGNUS, auch unter dem Namen Schwan bekannt. Der Schwanz des Schwans ist mit dem hellsten Stern des Sternbildes – Alpha Cygni – besser bekannt unter dem Namen DENEB, markiert. Sein Abstand von der Sonne ist ca.2000 Lj. Er ist als Super-Riese klassifiziert und 80 000 mal heller als die Sonne. Würde er an der Stelle des hellsten Sterns am Himmel, dem Sirius, stehen würden wir ihn auf der Erde mit der Helligkeit des Halbmondes wahrnehmen. Stünde er nachts über dem Horizont, gäbe es keine dunklen Nächte mehr auf der Erde. Cygnus ist ein interessantes Sternbild für einen schönen Sommerabend. Bei klarem,dunklen Himmel kann man mit dem Fernglas , unmittelbar neben Deneb den sog. Nordamerikanebel (so genannt wegen seiner Form) als milchigen Fleck sehen. Im Teleskop kann man dann die Form erkennen, die sich über 3 Vollmondbreiten erstreckt. Am Kopf des Schwans,bzw. am Fuss des Kreuzes, steht ALBIREO (Beta Cygni ), der schönste Doppelstern des Himmels. Am Teleskop kann man seine wahre Schönheit bewundern, im Fernglas kann man das Paar auch erkennen. Wega , Deneb und Atair im Sternbild Aquila (Adler) sind drei deutliche Punkte am sommerlichen Sternenhimmel, daher nennt man die Kombination auch das Sommerdreieck.

Als Sternbilder des Monats September wählen wir CASSIOPEIA und CEPHEUS aus
  • CASSIOPEIA ist eines der am einfachsten identifizierbaren Sternbilder am Himmel durch seine W-Form. Die Konstellation liegt in einem deutlichen Milchstrassen Sektor, auf der anderen Seite des Nordpols liegt der sogenannte grosse Wagen . In diesem Sternbild findet man einige Sternhaufen, die sich im Fernglas als milchige Flecken darstellen, sich im Teleskop jedoch in einzelne Sterne auflösen.
  • CEPHEUS der Mann von Cassiopeia, liegt nahe am Nordpol und hat die Form eines Quadrats mit einem schrägen Dach darauf. Die Spitze des Daches markiert der Stern Gamma Cephei, er ist nur ca. 10° vom Nordpol entfernt. Für den Beobachter birgt die Konstellation einige attraktive Doppelsterne, und Veränderliche Sterne, die ihre Helligkeit periodisch verändern.

Planetenlauf

Am 1. Juli geht die Sonne kurz nach 21h36m MESZ unter, kurz danach um 22h, also in der Dämmerung, stehen Mars und Jupiter noch 2° über dem Nordwest – Horizont. Sie sind damit unsichtbar. Venus verbleibt also als einziger sichtbarer Planet noch am Abendhimmel, allerdings auch nur bis 23h MESZ. Dann steht sie noch 5° über den NW-Horizont, und entzieht sich allmählich den Blicken des Beobachters. Am 13 Juli gegen 22h30m,kann man tief am NW-Horizont die Venus bei der zunehmenden Mondsichel entdecken. Am 1. August steht dann die Venus bereits um 22h an der derselben Stelle wie am 1. Juli. Am 5. August um 4h MESZ steht die Sichel des abnehmenden Mondes bei Saturn am morgentlichen Osthimmel, in der Nähe von Aldebaran, dem hellsten Stern des Sternbildes Stier. Am 1. September ist Venus dann um 21h nur noch 2° über dem Westhorizont, also unbeobachtbar. Erst nach Mitternacht, so um 0h30m, erscheint dann Jupiter in Begleitung des zu 30% beleuchteten Mondes am NO-Horizont. Am 2. September taucht jetzt auch am morgendlichen Osthimmel Jupiter auf. Saturn und die Mondsichel stehen um 4h MESZ wieder beieinander. Am 26. September erreicht die Venus ihre größte Helligkeit (-4,6m). Am Ende des Monats geht Jupiter dann am frühen Morgen gegen 1h auf.

Sternschnuppen…

…kann man vom 5. Juli bis 10 August nur wenige am Himmel sehen. Nach der Statistik sind es so etwa 12 Ereignisse pro Stunde beim Maximum am 30. Juli. Um sie zu sehen muss man in Richtung Südost in Horizontnähe schauen. Vom 10. bis 14. August findet das Maximum der sogenannten Perseiden statt, und macht den August zum aktivsten Sternschnuppenmonat des Jahres, bis zu 90 Ereignisse pro Stunde, darunter auch sehr helle Objekte, können beobachtet werden. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen abends 10h bis morgens 4h, also eine schöne Bereicherung für eine laue Sommernacht.

Vollmond

Im Juli: Mittwoch, den 24. um 11h08m MESZIm August: am Donnerstag, den 22. um 0h29m MESZIm September: am Samstag, den 21. um 15h59m MESZ

Tageslauf der Sonne

Datum Sonnenaufgang MESZ Sonnenuntergang MESZ Mittagshöhe der Sonne Dämmerung Ende MESZ 1. Juli 5h15m 21h32m 63,1 ° 23h21m 1. August 5h49m 21h03m 58 ° 22h32m 1. September 6h34m 20h05m 48,3 ° 21h19m

Am 23. September um 6h55m befindet sich die Sonne im Herbstpunkt. Tag und Nacht sind jetzt gleich lang.

Alle Daten für 50°N , 10°O, Zeiten, wenn nicht anders angegeben, in MESZ.

Daten aus Kosmos Himmelsjahr 2002 von H.U. Keller.

Willy Mahl 06/2002

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Letzte Änderung am 04.07.2002 durch astroman

Besondere Konstellationen am Sternhimmel im 3. Quartal 2001

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Besondere Konstellationen am Sternhimmel im 3. Quartal 2001

  1. Am 2. Juli gegen Mitternacht steht der fast volle Mond in der Nähe von ANTARES, dem hellsten Stern im Sternbild SKORPION und dem roten Planeten MARS. Beide sind rötlich in der Farbe, Mars ist der hellere von beiden.
  2. VOLLMOND haben wir am Donnerstag den 5. Juli, Samstag den 4. August und Sonntag den 2. September.
  3. Am Mittwoch, den 15. August zieht der Mond an Jupiter vorbei. Um 20h48m MESZ erreicht er den kleinsten Abstand von weniger als einer Vollmondbreite zum Planeten.
  4. Am 23. September ist Herbstanfang.
  5. Wer mit dem Fernglas eine Sternbedeckung durch den Mond beobachten möchte, hat dazu eine relativ günstige Gelegenheit am 27. September um 23h25m MEZ in der Region Stuttgart. Der Stern, der vom Mond bedeckt wird hat die Bezeichnung 27 CAP. Seine Helligkeit liegt an der Sichtbarkeitsgrenze (6,1 mag). Daher ist ein Fernglas zur Beobachtung erforderlich.
  6. Anfang Juli um 22h MESZ stehen die Frühlingssternbilder LEO (Löwe), VIRGO (Jungfrau), und BOOTES (Bärenhüter) hoch über dem Südwesthorizont, während das Sommerdreieck, bestehend aus den hellsten Sternen der Sternbilder LEIER (Wega), ADLER (Atair) und dem SCHWAN (Deneb) noch im Südosten steht.
    1. Mitte August, gegen Mitternacht, hat sich das Sommerdreieck dann in den Süden verschoben. Das Herbstviereck , bestehend aus dem großen Viereck des Sternbildes PEGASUS, ist jetzt im Osten deutlich über dem Horizont zu sehen.
    2. Schließlich ist das Sommerdreieck Ende September gegen 23h MESZ im Südwesten angekommen. Im Südosten steht jetzt der mächtige PEGASUS, der Vorbote des Herbstes, daher hat man ihm auch den Namen Herbstviereck gegeben.
  7. Auch um diese Zeit ist es lohnenswert, einmal am Taghimmel die Sonne zu beobachten, ihre Aktivität ist besonders hoch, da wir uns In der Nähe des Sonnenfleckenmaximums befinden. Wer ein Teleskop hat oder mit dem Fernglas beobachten will, sollte zuvor bitte die Anleitung zur Sonnenbeobachtung lesen.
  8. Am 12. August ist das Maximum der Perseiden Sternschnuppen zwischen 17h und 18h. Leider kann man dieses bei uns nicht beobachten, aber wer in der Nacht vom 12. auf 13. 8. in Richtung PERSEUS schaut, kann bestimmt noch etwas sehen, trotz des hellen Mondlichts. JUPITER, SATURN und VENUS stehen am Morgenhimmel, in östlicher Richtung, nahe des Horizonts.
  9. MARS ist jetzt der einzige mit bloßem Auge sichtbare Planet in der 1.Nachthälfte.
  10. JUPITER und SATURN gehen jetzt schon bald nach Mitternacht auf.
  11. Am 12. September findet eine seltene Planetenbedeckung durch den MOND statt. JUPITER wird im Frankfurter Raum um 15h15m bis 15h45m MESZ hinter dem Mond verschwinden. Im Stuttgarter Raum findet das Ereignis 3,4 Minuten früher statt. Wer ein Teleskop besitzt, kann die Bedeckung am Nachmittag, also am Taghimmel, beobachten. Der abnehmende Mond ist zu diesem Zeitpunkt 31% beleuchtet und steht im NW, ca. 20° über dem Horizont. Die Erdentfernung des Mondes liegt bei 370 000 km, der scheinbare Durchmesser der Mondscheibe beträgt daher zu diesem Zeitpunkt 32,3′ (Bogenminuten). Die Bilder zeigen die Jupitermondkonstellation zu diesem Zeitpunkt, und die “Eintauchstelle” des Jupiters am Mondumfang: Im nächsten Quartal können wir gleich 2 Saturnbedeckungen durch den Mond beobachten, und zwar am Nachthimmel!

Beobachtungshinweise siehe nächsten Quartalsbericht.

Auf.- und Untergangszeiten für Sonne und Mond für den Beobachter auf 50° Nord, und 10° östlicher Länge, Zeitangaben in MEZ

  Sonne Mond Datum Aufgang Untergang Aufgang Untergang 01. Jul 01 4h15m 20h32m 16h26m 1h38m 15. Jul 01 4h27m 20h24m 0h26m 14h36m 01. Aug 01 4h49m 20h2m 18h35m 1h52m 15. Aug 01 5h9m 19h38m 0h28m 17h7m 01. Sep 01 5h35m 19h4m 19h0m 3h35m 15. Sep 01 5h56m 18h34m 2h39m 18h8m

Daten aus KOSMOS Himmelsjahr von U.Keller

Willy Mahl 06/2001


Letzte Änderung am 28.09.2001 durch astroman

Besondere Konstellationen am Sternhimmel im 2. Quartal 2002

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Sternwarte Höfingen

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Besondere Konstellationen am Sternhimmel im 2. Quartal 2002

Sternbilder

Anfang Mai gegen 22h verschwindet Orion als Wintersternbild am westlichen Horizont. Das Frühlingsdreieck (bestehend aus Regulus im Löwen (Leo) , Arktur im Bootes, und Spica in der Jungfrau) erstreckt sich von S nach SW und dominiert jetzt den Sternenhimmel. Arktur im Bootes und Spica lassen sich leicht auffinden, durch Verlängerung der Deichsel des großen Wagens. Regulus im Löwen (Leo) findet man durch die Verlängerung der beiden hinteren Kastensterne des großen Wagens gegen die Richtung des Nordsterns.

Mitte Juni (gegen 22h) schieben sich dann Herkules und Ophiuchus (der Schlangenträger) in Richtung Süden vor. Das Sommerdreieck steht jetzt im Südosten, aber darauf wollen wir dann im nächsten Quartal etwas näher eingehen.

Planetenlauf

Im 2. Quartal verschieben sich die 3 hellen Planeten Jupiter, Saturn und Mars immer weiter nach Westen, genauer Richtung NW-Horizont. Wenn man also in diesem Zeitraum Planeten am Himmel entdecken will, so muss man schon nach der Dämmerung Richtung NW-Horizont schauen. Mars geht als erster Planet gegen 21h UT unter. Am 1.4. verschwindet Saturn gegen 23h UT. Am 10. Mai verschwindet dann Jupiter als letzter der 3 Planeten um 23h UT unter dem Horizont.

Am 16. April bedeckt der Mond wieder Saturn kurz über dem NW-Horizont, der Zeitpunkt um 21h UT ist zwar günstig, nicht jedoch die Position der Mondbedeckung, sie findet ca. 7° über dem Horizont statt und ist damit äusserst ungünstig zu beobachten.

Am 18. April zieht der Mond dann gegen Mitternacht an Jupiter vorbei. Im April wird der “Abendstern” Venus immer länger am Westhorizont sichtbar, (Mitte April ist er bis 20h UT am westlichen Horizont unterhalb der zu 5% beleuchteten Mondsichel zu beobachten.) und bildet am Abendhimmel mit den 3 anderen Planeten und zeitweise mit deer zunehmenden Monsichel ein imposantes Bild.

Im Mai gesellt sich noch Merkur hinzu, so dass wir im Wonnemonat alle 5 mit bloßem Auge sichtbaren Planeten am westlichen Abendhimmel sehen können.

Am 14.5. um 20h55m rücken Mond-Venus-Mars bis auf eine Distanz von ~2° (das sind 4 Vollmonddurchmesser) kurz vor dem Untergang am Westhorizont zusammen.

Ab Mitte Mai kann man dann abends nach 23h UT keine Planeten mehr am Himmel sehen.Am 10 Mai steht die Venus bei Mars um 20h UT kurz vor dem Untergang am NW-Horizont.Am 13. Juni um 20h UT steht dann der Mond bei Venus. Mars und Jupiter sind kurz vor dem Untergang. Anfang Juni gegen 21h UT steht Venus in der Nachbarschaft von Jupiter

Ende Juni kann man dann nur noch Venus in der Dämmerung um 20h UT sehen.

Kometen

Am 1.2.2002 wurde ein neuer Komet entdeckt, der die Bezeichnung C/2002 C1 trägt.Er ist am besten am Abendhimmel zu beobachten und hat bis Mitte April seine grösste Helligkeit von ca. 4m, also ein Objekt das man fernab des Stadtlichts mit bloßem Auge erkennen und mit dem Fernglas auch in der Stadt beobachten kann. Er steht um diese Zeit im Sternbild Andromeda.

Weitere Angaben.

Am 21 Juni um 15h24m MESZ ist astronomischer Sommeranfang, die Sonne erreicht ihre höchste Mittagshöhe, es ist der längste Tag des Jahres. Nach diesem Datum werden die Tage wieder kürzer, zunächst kaum merklich, dann werden die Unterschiede der Tageslängen immer größer bis sie am Herbstanfang ihr Maximum erreichen, um dann wieder kleiner zu werden.

Am 24. Juni um 23h27m MESZ gibt es eine Halbschattenfinsternis des Mondes, die man jedoch nur bei sehr genauem hinsehen bemerken dürfte.

Mondstellungen zur Sonne:

Vollmond ist am:

  • 27. April um 4h MEZ
  • Am 26. Mai um 12h51m MEZ
  • Am 24. Juni um 22h42m MEZ

Tageslauf der Sonne:

Tag Aufgang Untergang Mittagshöhe 15. April 5h28m 19h13m 49,8° 15. Mai 4h35m 19h59m 58,9° 15. Juni 4h10m 20h31m 63,3° 21. JuniSommeranfang 4h10m 20h33m 63,4°

Alle Daten für 50°N , 10°O, Zeiten, wenn nicht anders angegeben, in MEZ.

Daten aus Kosmos Himmelsjahr 2002 von H.U. Keller.

Willy Mahl

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Letzte Änderung am 11.03.2002 durch astroman